Ernst Heimes
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Publikumsreaktionen zu „Schatten von Menschen“

Beitrag der Jugendredaktion der JUKUWE


Die aktuelle Produktion des Koblenzer Jugendtheaters beschäftigt sich mit dem Leben im KZ – Aussenlager Cochem zum Ende des zweiten Weltkriegs.

„Das Schauspiel „Schatten von Menschen“ will zeigen, was sich zugetragen hat. Es will die Täter beim Namen nennen, das Andenken an die Opfer in Cochem, Bruttig und Treis bewahren und mahnen, dass Vergleichbares nie wieder geschehen kann. Nie wieder!“ Ernst Linde-Heimes, Autor des Buches „Ich habe immer nur den Zaun gesehen – Suche nach dem KZ – Außenlager Cochem“, legte mit seinem Buch die Grundlage für dieses Stück.

Der „Alltag“ von KZ – Häftlingen, die innere Zerissenheit der Menschen, die mitansehen aber nichts tun können – oder könnten sie vielleicht doch? Die jugendlichen Schauspieler greifen beispielhaft einzelne Schicksale auf und erinnern damit an tausende Menschen, die in der Region rund um Rhein und Mosel unter dem Regime der Nationalsozialisten umkamen.

Und wie haben die Zuschauer das Stück erlebt?

Die Jugendredaktion JUKUWE hat einige von ihnen interviewt: Katrin und Christof

Katrin und ChristophKatrin (21 Jahre) und Christof (38 Jahre) aus Koblenz besuchen regelmäßig Aufführungen des Jugendtheaters. Erwartungen hatten sie keine, waren einfach nur neugierig auf die neueste Produktion. Wir wollten wissen, welche Szenen sie besonders berührend fanden. Katrin: „Ich fand die Szenen im KZ sehr heftig, wenn mit den Knüppeln auf das Gerüst geschlagen wurde, wenn sie geschrien haben - das fand ich schon ziemlich heftig.“

Annika und VerenaAnnika (18 Jahre) aus Montabauer und Verena (18 Jahre) aus Rhens sind über eine Freundin auf das Stück aufmerksam geworden, die auch selbst mitspielt. Daher wussten sie schon im Vorfeld ungefähr was die Zuschauer erwarten würde. Und was nehmen sie an Eindrücken mit nach Hause? „Gänsehaut, Zittern – die Darstellung war schon zum Erschaudern.“

Kati aus HannoverKati (21 Jahre) kommt aus Hannover und studiert seit diesem Herbst in Koblenz. Sie ist auf einen Flyer aufmerksam geworden, und fühlte sich gleich angesprochen. „Ich war sehr gespannt wie die Jugendlichen dieses Thema umsetzen und darstellen würden. Ich selbst hatte im letzten Jahr im Rahmen eines freiwilligen Dienstes Kontakt zu ehemaligen KZ- häftlingen. Außerdem habe ich auf einem Besuch in Polen das Lager Ausschwitz besucht. Daher war ich also sehr gespannt auf das Stück. Ich finde, die Jugendlichen haben das wirklich gut gelöst. Teilweise hab ich mich gefragt, wie es ihnen dabei ging, solche Rollen zu spielen. Ich fand es am Ende auch ganz komisch zu klatschen, am liebsten wäre ich einfach rausgegangen- auch wenn die Schauspieler den Applaus verdient haben!“

Stimmt, das ging uns auch so. Und wer öfter das Jugendtheater besucht, der wird bemerkt haben, dass es tatsächlich ungewöhnlich still war am Ende.

Conny Beheng aus Koblenz (Jugendredaktion JUKUWE)

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